An die Arbeit!
Bei seiner 12. Ausgabe (21.–25. Oktober 2026) widmet das VIFFF seinen thematischen Schwerpunkt den Arbeitskomödien.
Von der industriellen Revolution über den Aufstieg der Büroangestellten bis hin zum Aufkommen der künstlichen Intelligenz hat sich die Arbeitswelt ständig gewandelt – und mit ihr sowohl die Träume vom Fortschritt als auch die Enttäuschungen.
Dieses Universum bietet eine Vielzahl spannungsreicher Situationen, die die Komödie gerne auslotet. Ob im Büro oder in der Fabrik, mit zwielichtigen Chefs, fragwürdigen Gewerkschaftern oder rivalisierenden Kollegen – die ersten bekannt gegebenen Titel bieten einen breiten Überblick über dieses Thema, der von Kapitalismussatire über Kritik an Machtverhältnissen bis hin zum Spiel mit den Absurditäten des Arbeitsalltags reicht. Weitere Filme werden Anfang Oktober bei der Veröffentlichung des vollständigen Programms bekannt gegeben.
Einen Vorgeschmack auf diesen thematischen Schwerpunkt erhalten Sie bei der Vorführung von „Playtime“ im Kino Capitole am Sonntag, den 18. Oktober 2026, um 14:30 Uhr, in Zusammenarbeit mit der Cinémathèque suisse und der Sendung „Travelling“ (SRF).
Erste Filmtitel:
Der Mann im weißen Anzug
(The Man in the White Suit)
von Alexander Mackendrick, GBR, 1951
Ein Chemiker, dessen Karriere ins Stocken geraten ist, macht eine bahnbrechende Entdeckung: den schmutzabweisenden Stoff. Doch die Textilindustrie und die Gewerkschaften stehen dieser Erfindung skeptisch gegenüber… Ein Klassiker der britischen Anti-Establishment-Komödie.
Playtime
von Jacques Tati, FRA, ITA, 1967
In Zusammenarbeit mit der Cinémathèque suisse und der Sendung „Travelling“ (SRF). Die Vorführungen dieses Films finden im Capitole in Lausanne statt. Weitere Informationen.
Paris, 1967. In einer hochmodernen Stadt aus Glas und Beton verlieren sich Monsieur Hulot und eine Handvoll Touristen in einem absurden Ballett. Jacques Tati liefert eine mitreißende visuelle Satire auf die Konsumgesellschaft und die Arbeitswelt.
Brot und Schokolade
(Pane e cioccolata)
von Franco Brusati, ITA, 1974
Der Italiener Nino wandert in die Schweiz aus, die er sich als Land des Überflusses vorstellt. Vor Ort muss er jedoch feststellen, dass der Arbeitsmarkt gegenüber ausländischen Arbeitskräften gnadenlos ist. Seltsam, warmherzig und engagiert, ganz in der Tradition der italienischen Komödie.
Nine to Five
von Colin Higgins, USA, 1980
Drei Kolleginnen träumen jede auf ihre Weise davon, ihren unerträglichen Chef umzubringen. Doch was tun, wenn die Fantasie fast zur Realität wird? Eine ebenso abgedrehte wie urkomische Satire über Sexismus am Arbeitsplatz, getragen vom legendären Trio Jane Fonda, Lily Tomlin und Dolly Parton.
Ente gut, alles gut
(Gai tung ngap gong / Chicken and Duck Talk)
von Clifton Ko Chi-sum, HKG, 1988
Ein kleines Bistro, das in Schwierigkeiten steckt, muss mit ansehen, wie sich auf dem gegenüberliegenden Bürgersteig eine industrielle Fast-Food-Kette niederlässt. Damit beginnt ein offener Krieg, in dem zwei unterschiedliche Vorstellungen vom Gastronomiegeschäft aufeinanderprallen. Eine völlig verrückte Komödie, in der eine abenteuerliche Situation die nächste jagt.
Clerks
von Kevin Smith, USA, 1994
Dante Hicks, Angestellter in einem kleinen Supermarkt in New Jersey, erlebt, wie sein Arbeitstag zum Albtraum wird: Da er an seinem freien Tag zur Arbeit gezwungen wird, muss er sich mit nervigen Kunden, persönlichen Rückschlägen und existenziellen Diskussionen mit seinem Kollegen Randal herumschlagen. „Clerks“, der erste Kult-Spielfilm von Kevin Smith, verwandelt den Alltag eines kleinen Jobs in eine Komödie über alltägliche Frustrationen.
Johnny Keep Walking!
(Nian hui bu neng ting!)
von Dong Runnian, CHN, 2023
Hu Jianlin, ein bescheidener Angestellter, wird versehentlich zum leitenden Angestellten befördert. Dabei entdeckt er die ganze Absurdität der bürokratischen Kultur, während seine Vorgesetzten versuchen, ihren Fehler zu vertuschen. Eine unterhaltsame Satire auf die chinesische Arbeitswelt.
